Chris Anderson - The Long Tail

Aktuell bin ich auf Seite 80 des etwa 220 Seiten Machwerks von Chris Anderson und bin sehr  begeistert. Auch wenn zunächst die Gefahr eine Buzz Word Buch zu lesen als groß eingeschätzt wurde und ich mich erst ein wenig auf Empfehlung hin an das Buch gemacht habe, bin ich doch inzwischen froh es zu lesen und bald zum Teil der "es gelesen habenden" gehören zu dürfen.

 

Wenn man den Ausführungen von Chris Anderson folgt, dann stellen sich (zu midenst bei mir) zwei grundsätzliche Empfindungen ein:

1. Ein grundsolides "hey, ich glaub der Mann hat Recht"

2. Ein sehr freudiges " hey, das Internet wird die Welt verändern und ich will und darf wohl dabei sein"

 

Chris Anderson beschreibt (wie ich finde für amerikanische Bücher üblich) sehr plastisch ein Phänomen, dass augenscheinlich dar ist. Er beschreibt es an Beispielen, die jeder, der sich etwas mit der Thematik online, onlineshopping, Medianutzung und Marketing auskennt bzw. beschäftigt, für nachvollziehbar halten wird, denn wer an Beispielen wie Itunes oder amzon.com argumentiert, der spricht unsere Sprache wie ich denke.

Einige sehr interessante Gedanken zum Thema Internet und wie es die Märkte aber auch die Gesellschaft beeinflussen wird, wenn wir alle die Mittel der Produktion erhalten werden, dann wird das in vielen Bereichen eine Gleichheit schaffen, die bisher nicht denkbar ist. Oder (freiübersetzt) in seinen eigenen Worten:

 

Wenn wir alle die Mittel zum produzieren haben, dann werden wir alle zu Produzenten von content welcher Art auch immer. Bzw. wenn uns früher Talent und nötige Mittel fehlten, dann sind wir in den Zeiten des aktuellen technischen Fortschritts was Hard- und Software angeht zumindest um die Ausrede der nötigen Mittel aktuell beraubt worden. Denn wir alle können Publisher sein in unserer eigenen kleinen Web-Two-Dot-Zero Welt, und vielleicht wird die Zukunft nicht mehr von Stars und Hits dominiert sondern von einer Vielzahl Begabter, die in ihren eigenen Nischen herrschen.