Rind haben wir heute nicht aber Springbock schmeckt fast genauso....

Das waren die Worte, mit denen die nette Bedienung (Kathleen glaube ich) im Mongos unsere kritische Anmerkung auf dem Feedback-Bogen, den es zur Rechnung gab, hinfort wischte....


Und im Endeffekt hat sie ja auch recht gehabt, Springbock (landläufig auch unter dem Namen Antilope bekannt) schmeckt wirklich Rind nicht unähnlich. Diese und viele weitere Erkenntnisse verdanke ich dem Mongos im Düsseldorfer Medienhafen, der Location in dem unser OMD 2006 Auftaktessen stattfand.


Nachdem meine liebe Kollegin Anja den Laden schon im Zuge des Düsseldorfer Online Marketing Forums im Frühjahr 2006 erlebt und in höchsten Tönen gelobt hatte, war am 19. September 2006 dann meine Premiere für das Mongolische BBQ.  Grundsätzlich gilt es den meisten Menschen wohl erstmal das Grundkonzept des Mongolischen Barbeques nahezubringen. Nun, im Mongos, bezieht man sich wenn man vom mongolischen BBQ spricht auf die wilden Steppenreiter um Dschingis Khan und Konsorten, die nach Mord, Totschlag und Geplünder dann abends zur Aufrechterhaltung der Kampfkraft am Lagerfeuer sassen und dort zubereiteten, was gerade so auf der Steppe erlegbar und auftreibbar war.

 

Ganz so martialisch ist die Kalorienbeschaffung dann im Mongos aber doch nicht, denn selbst gejagt und erlegt werden muss nicht, vielmehr muss die Entscheidung zwischen einem Oneway Ticket to the BBQ und einem klassischen All-U-Can-Eat getroffen werden. Wobei allein die Auswahl an 6 Standard - und einer Spezialmarinade natürlich entscheidungsschwache Zeitgenossen in die Verlockungen des All-U-Can-Eat treiben.

Also gilt es zunächst die Marinade festzulegen, welche dann auf einem kleinen Tablett vermerkt wird, dieses Tablett wird dann zum Buffet getragen, wo ein Schälchen (Frühstücks-Müsli kompatibel von den Ausmaßen) darauf wartet mit allerlei mehr oder weniger exotischen Zutaten aus den Kategorien Gemüse, Hülsenfrüchte, Nudeln, Fleisch und Fisch gefüllt zu werden.


Ein paar exotischere Beispiele gefällig? Ich führe dann mal aus der Kategorie Fleisch den bereits zitierten Springbock an, dann noch Kanguruh und Besbock als weitere Beispiele, verschiedene einheimische aber auch eher asiatische Gemüse und Nudelarten (Reis- und Glasnudeln zum Beispiel) runden das ganze dann ab, oben drauf dann vielleicht noch ein paar Erdnüsse oder Cashews, damit der begeisterte Stäbchen Esser auch wirklich was zu jagen hat... und die fertige Schüssel dann einfach dem Garkoch hinstellen, zurück zum Tisch und warten...

Die Zubereitung erfolgt dabei im weitesten Sinne wok-artig vom Ergebnis, also eher geschmort als gebraten im Ergebnis.

Mein kulinarisches Fazit:

Es macht Spaß, allein aufgrund der Vielfalt an Kombinationen. Man sollte wirklich den Tipp mit den kleinen Portionen beherzigen und gerne 4-5 Runden angehen mit einer gerade Boden bedeckten Schüssel, in der dann nur eine Sorte Fleisch und Fisch ist. Sonst ist es wirklich schwer hinterher zu sagen, ob denn jetzt der Bes- oder der Springbock besonders schmackhaft ist! Und die Marinaden schafft man sonst auch nicht alle, was schade ist, die getesten waren sehr lecker!


Von der Location er gefällt das Mongos auch recht gut, etwas sehr groß und entsprechend laut ist es, das vielleicht als Kritikpunkt. Ansonsten waren Essen und Getränke sowie Nachspeise sehr lecker und wenn es mich mal wieder nach D-dorf verschlägt, dann ist Wiederholungsgefahr gegeben!